Englandflagge

SOMMERFAHRT DES LANGENER WANDERVOGELS 2007

Fahrtenbuch


Tag 1                        31.07.07

Der erste Tag unserer Sommerfahrt 2007 beinhaltete fast zur Gänze unsere Anfahrt mit der Bahn, nur eine kurze Zeit am Abend nutzten wir, um mit dem Kajak einen Lagerplatz für die Nacht außerhalb von Frankfurt/Oder zu finden.
Um 7.30 Uhr fanden sich Alex, Flo, Benny, Tobi, Tobi, Katja, Sarah, Mike und Johannes am Bahnhof Frankfurt/Main ein, um den IC nach Kassel zu erreichen.
Doch leider stellte sich der Einstieg als problematisch heraus, da niemandem die Aufschrift „Gepäck vor dem Einstieg vom Fahrrad abnehmen“ auf unseren Tickets aufgefallen war und wir deshalb den Zug zu einer zusätzlichen Wartezeit von fünf Minuten zwangen.
In Kassel trafen wir dann auf Gerhard und da trat der zweite unangenehme Zwischenfall des Tages auf.
Da Benny keinen Zwang in dem Anlehnen seines voll bepackten Fahrrads an den großräumigen Wänden sah, fiel es seitlich um, woraufhin ein Achter entstand.
In dem Glauben, sein Fahrrad zu reparieren, bearbeitete Benny das betroffene Hinterrad mit allen ihm zur Verfügung stehenden Gegenständen und Körperteilen.
Doch leider fiel das Resultat negativ aus in Form einer verbogenen Gangschaltung.
Danach fuhren wir weiter nach Berlin über Bebra, wo Bianca und Liam zustiegen.
Inzwischen hatte sich eine gewisse Routine beim Einsteigen und Verladen des Gepäcks und der Fahrräder entwickelt.
In Berlin angekommen verpassten wir den Zug nach Frankfurt/Oder, da unsere Umstiegszeit recht knapp bemessen war.
Doch glücklicherweise mussten wir nicht lange auf den nächsten Zug warten, in dem wir uns aufgrund der Platzverhältnisse in drei Gruppen aufteilten. In Frankfurt/Oder empfing uns Steffi Bartel, die uns ans Ufer der Oder führte, wo bereits die Kajaks für uns bereit standen.
Nach dem Beladen dergleichen und einer kurzen Einführung durch unsere Begleiter Frank und Mike, stachen wir in See und suchten uns einen Lagerplatz.
Der Kohtenaufbau verlief ähnlich wie der Einstieg in Frankfurt/Main, sodass die Kohte einige Mängel vorzuweisen hatte.
Nach dem durchaus nahr- und schmackhaften Abendessen legten wir uns in die Kohte, um unseren verdienten Schlaf zu bekommen.

Johannes

Kommentare:
Keiner kann so formulieren, richtig?! =P     Katja

Tag 2                        01.08.07

Der zweite Tag begann für uns mit einem Lied, mit dem Gerhard unseren schrillen Wecker ersetzte.
Erst mal die Augen geöffnet erwartete uns ein heller, freundlicher Morgen, und die Sonne, die in die Kohte schien.
Mehr oder weniger wach machten wir uns zum See, Männlein und Weiblein getrennt versteht sich, denn tägliche Hygiene muss sein.
Vom „Waschgang“ zurück gab es ein ausgewogenes Frühstück mit anschließender Gesprächsrunde, bei der sich jeder einen Platz suchte um die Natur und anderes zu beobachten. Die Erlebnisse ausgetauscht packten wir unsere Sachen, „sattelten“ die Kajaks und stachen in See.
Nach einigen Kilometern meinten wir eine Pause zu verdienen und hielten an einem kleinen Strand um uns dem Wasser auch mal ohne schützendes Boot zu nähern.
Diese Abkühlung überwunden setzten wir unsere Fahrt fort um dann zu bemerken, dass Jojo (Johannes) das kühle nass nicht ganz vertragen hatte und nun mit eiskalten und schneeweißen Fingern ruderte.
Einen Weile später waren Jojos Finger wieder aufgetaut und wir waren reif für die nächste Pause. Entspannt steuerten wir eine ziemlich kleine Insel an, auf der wir uns sonnten, Flo eingruben und Interessantes über Spuren erfuhren.
Mit Schokolade gestärkt steuerten wir unserem Ziel entgegen, das wir nach den letzten Bemühungen auch fanden.
Dort angekommen, gestärkt und darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns hier auf der Oder-Insel Küstrin-Kietz, einem normalerweise für Menschen verbotenen Naturschutzgebiet, befanden machten wir uns an das Aufbauen der Kohte, welches sich schwerer erwies als zuerst gedacht.
Nach etlichen gebrochenen Eisenstangen, einem Abendessen, vielen Versuchen und einer Waghalsigen Klettertour von Tobi v.R. gelang es uns und wir hatten ein Dach über dem Kopf.
Nun beschäftigten wir uns mit Aktivitäten die uns zusagten.
So setzten sich einige an den Strand und angelten bzw. überlegten was das größer werdende orange Etwas sein könnte, während andere gemütlich am Lagerfeuer saßen.
Nach einiger Zeit wandten sich die Meisten ihren Schlafplätzen zu, während für andere die Nacht noch lange nicht zu Ende war.
Zum Schluss legten sich auch die Nachteulen zur Ruhe und so konnten sich alle auf den nächsten Tag vorbereiten…

Katja


Tag 3                        02.08.07

Wieder geweckt durch ein von Gerhard gesungenes Morgenlied empfing uns ein warmer strahlender Morgen.
Die Sonne wärmte schon sehr und wir versammelten uns nach dem Abbau der Kothe am Lagerfeuerfrühstück.
Unsere unermüdlichen Wildnisführer Mike und Frank hatten wieder für uns ein leckeres Frühstück mit Müsli, Brot, Aufstrich in vielfältiger Art, Obst und Gemüse sowie warmer Milch und Tee gezaubert.
Ich muss schon sagen – ein ziemlicher Luxus!
Nachdem wir alle Sachen in den Booten verstaut hatten, konnten wir dank Frank am Südufer der Oderinsel auf Fährtensuche gehen.
Auf dem Algenteppich entdeckten wir zahlreiche frische und ältere Spuren von verschiedenen Tieren, die uns immer wieder ins Rätseln brachten.
War es ein Biber oder Fischotter, ein Fuchs oder nur ein Hund, vielleicht gar ein ganzes Wildschweinrudel… na ja mit jedem Schauen und Staunen lernt man hoffentlich dazu.
Am Ende kreiste über unseren Köpfen ein Schwarzstorch, so nahe, dass wir sogar den roten Schnabel u. die Beine sehen konnten.
Ein seltenes Schauspiel…und um so bedeutender!
So und jetzt ging es endlich wieder in die Boote und auf die Oder weiter flussabwärts.
Nach ca. 1 ½ bis 2 Stunden legten wir am Ostufer an und machten im Schatten einer Schwarzpappel Mittagspause.
Aber nicht lange, denn der starke Süd-Westwind hatte einige Regenwolken heran getrieben und wir befürchteten auf dem Wasser nass zu werden.
So trieb uns das Wetter voran. In aller Eile packten wir unser Mittagsbrot ein, paddelten weiter gen’ Norden auf der Suche nach dem von polnischer Seite kommenden Zufluß „Misla“.
Zirka zwei Stunden paddelten wir bis wir es fanden, legten an einem schönen Sandstrand an und ein Boot (Kajak mit Tobias und Alex) wurde als Kundschafter die „Misla“ aufwärts geschickt um einen kleine polnische Ortschaft namens „Chlewice“ ausfindig zu machen.
Fündig geworden mußten nun alle Kajaks und der Kanadier stromaufwärts paddeln. Puh…das war ganz schön anstrengend.
Liam und Bianca waren die Letzten die eintrudelten. Wir bauten unser Lager auf einer Kuhweide am Ufer auf, machten Feuer, holten Holz bei einer polnischen Bauernfamilie und aßen zu Abend. Es gab gebratenen Reis, Pellkartoffeln sowie Zuchini-Möhren-Gemüse.
Allen hat es geschmeckt, sogar unseren polnischen Gästen bzw. Gastgebern Janek, seiner Mutter und seinem Vater (der aus Berlin kommt) u. die nun nach Polen umgezogen sind.
Wie erwartet fing es an zu regnen und innerhalb kurzer Zeit sogar zu gewittern.
Gut das heute 2 Kothenaufgebaut waren, so fanden alle ein trockenes Plätzchen zum Schlafen. Wir sangen noch ein paar Lieder und erzählten uns dies und das, in der einen Kothe am Feuer u. in der anderen, aufgrund von Überfüllung mit einer Kerze in der Mitte.
Es war ein schöner ereignisreicher Tag…
Gute Nacht und bis morgen früh, jetzt krieche ich in meinen kuscheligen Schlafsack.

P.S.: Das Schönste am Kajakfahren ist für mich das Unterwegssein, das Draussenschlafen und das Beobachten der oft noch unberührten Uferzonen mit vielen Vögeln.

Bianca


Tag 4                        03.08.07

Heute morgen war in der Kohte ein ziemliches Gedränge, weil in dieser Nacht ein wenig mehr Leute in der Kohte schliefen.
Auf jeden Fall sind wir nach dem Frühstück zu den netten Polen gegangen um ihnen ein Liedchen zu singen und ein kleines Geschenk überreichen.
Schließlich paddelten wir aber wieder los, bis wir eine Insel fanden, auf der sich gut rasten ließ.
Nach ein wenig Baden und Herumliegen fuhren wir weiter, bis wir nach kurzer Zeit ankamen, beim Hof „Uferloos“.
Das ist so eine Art Herberge.
Dort putzten wir erst einmal die Kajaks und den Kanadier.
Danach sahen wir unseren Schafplatz und waren begeistert.
Keine enge Kohte mehr, sondern eine ganze Jurte für uns allein! Nachdem wir gegessen hatten, fing für uns die Freizeit an: mit Fußball spielen, abspülen, oder, einfach nur rumdösen.
Schliesslich gingen alle mehr oder weniger müde schlafen.

Fine

Liam

Ergänzungen:
Auf dem Hof erwartete uns eine große Jurte und es gab selbst geschlachtetes Schaf (nicht von uns).
Lecker!
Wir unterhielten uns mit den Besitzern von Uferloos und sahen einen Film über ein Zirkusprojekt, das dort vor einiger Zeit stattgefunden hatte.     Katja



Tag 5                        04.08.07

1.Tag der Fahrradtour:
Nach den üblichen Anstalten des Morgens. Wir hatten viel Zeit aufzustehen.
Das leckere Frühstück von Steffi, wobei Johannes und Mike halfen, erwartete uns bereits.
Wir putzten die Kajaks fertig und packten alles auf die Fahrräder um die erste Strecke unserer Radtour zu bewältigen.
Danach fanden wir uns zu einem Morgenkreis ein und dachten über die Sonne nach.
Nach einer ausführlichen Wegbeschreibung von Maik verabschiedeten wir uns von allen und fuhren los.
Ein paar Minuten später hatten wir schon einen gewaltigen Vorsprung zu Gerhard. 1 Stunde Fahrt hielten wir an um eine Pause einzulegen.
Fast jeder aß einen Maiskolben.
Nach einer halben Stunde Pause fuhren wir weiter.
Wieder eine Stunde Fahrt später machten wir eine zweite Pause.
Bei dieser ging Johannes in der Oder baden und Alex kühlte sein Knie am Wasser und erneuerte seinen Verband.
Wir fragten uns durch Schleichwege der alten Oder entlang bis zu einer Gaststätte, an der wir uns sammelten.
Von da aus fragten wir ein Ehepaar, das uns einen weiteren Schleichweg zeigte, dem wir auch sofort folgten.
Ab dort zog sich das Feld ein wenig auseinander.
Das vordere Feld war schon am Ziel, als das hintere stehen blieb, da es Alex schlecht ging.
Ein paar Leute der vorderen Gruppe [gingen] zur hinteren um zu sehen was geschehen war.
Alex ging es sehr schlecht doch es wurde besser, da er viel trank und etwas aß.
Wir hielten am Tor, das uns Norbert beschrieben hatte, und fuhren kurz darauf weiter.
Als wir das Ziel erreichten bauten wir die Kohte auf, machten Essen (bzw. Johannes machte dies) und machten ein Feuer.
Danach traten wir in einem Kreis zusammen wie immer. XD
Wir diskutierten über Stuhlgang von kleinen Kindern.
Muuhhahahaha normal.
(Dies geschah schon in der Kohte)(wie ich von Johannes erfuhr^^ ^^)
Danach gingen wir schlafen.
Mike und ich schliefen draußen. (Wir waren die einzigen^^ ^^)
Muuhhahahaha
(Ich muss das sagen das steht da)
Wir redeten noch ein wenig sowie alle anderen und dann schliefen wir ein.
So das war mein Eintrag.
LOL
Ende
ROFL
XD

Tobi v.R.

Kommentare:
MSN lässt grüßen^^     Katja

Tag 6                        05.08.07

Wir hatten eine Stadttour mit Mischka, der uns viel erzählte.
Wir aßen viel Eis, und Alex, Tobi van Roo und ich sind nach dem Eis essen in den Subway und aßen zu Mittag.
Der Rest der Gruppe ging zur Uni und hat sie sich von Außen angeschaut.
Abends hatte Katja etwas Gutes gekocht.
Bis bald

Mike


Tag 7                        06.08.07

Nach einigen Verzögerungen am Morgen brachen wir endlich von Frankfurt an der Oder in Richtung Sabrodt auf. Nach einer Rast im schönen Müllrose fuhren wir über stark befahrene Straßen und durch kleine Dörfer.
Hinter einem Bahnübergang fiel der Hügel ab und ohne groß nachzudenken rasten wir hinunter.
Doch Flo nahm die Kurve mit etwas zu viel Schwung, sodass er auf dem lockeren Grund zur Seite rutschte und einige Zentimeter lang sein Fahrrad mit sich hinabzog.
Da er „nur“ einige Schürfwunden davongetragen hatte, wollten wir eigentlich sofort weiterfahren.
Doch da Flos Zustand sich verschlechterte und ihm schwindelig und übel wurde, legte er sich an den Wegesrand.
Ein älteres Ehepaar bot uns etwas Traubenzucker an, also fuhr Jojo mit ihnen mit um Traubenzucker für unseren Verletzten zu holen.
Nach einiger Zeit hielt ein Auto und ein Mann riet uns einen Krankenwagen zu rufen.
Dies befolgten wir und nach einer halben Stunde traf der Krankenwagen ein.
Während wir draußen diskutierten, was als nächstes zu tun sei, kümmerten sich die Sanitäter um Flo.
Wir kamen zu dem Schluss, dass es das Sinnvollste sei, wenn wir uns aufteilen würden.
Also fuhren Tobi v.R., Benni und ich zum Krankenhaus, in das Florian transportiert werden sollte, und die andere Gruppe mit Katja, Mike, Tobi K., Jojo fuhr nach Sabroth und suchte eine Lagerstelle.
Im Krankenhaus angekommen wurden wir erst einmal auf die 3. Station geschickt.
Dort wurde uns jedoch mitgeteilt, dass wir erst in knapp einer Stunde nach ihm sehen könnten.
Also setzten wir uns nach einem Anruf bei Katja in die „Cafeteria“ und aßen zu Mittag.
Als die Stunde rum war, trafen wir Flo gelangweilt mit noch zwei anderen Patienten in einem Krankenzimmer.
Nachdem er uns berichtete, dass es ihm fantastisch ging, liefen Benni und ich ein zweites Mal zur Telefonzelle um die andere Gruppe anzurufen und zu beruhigen.
Da uns die Krankenschwestern keine Information über Flos Zustand und den möglichen Zeitpunkt seiner Entlassung geben wollten, versuchten wir über Katja Gerhard zu erreichen, was jedoch nicht klappte.
Also rief Katja Mischka an, der nach 1 ½ Stunden ankam.
Doch er war nicht dazu berechtigt Flo mitzunehmen.
So holte Mischka das Fahrrad von Florian ab und brachte es nach Sabroth und wir drei machten uns ebenfalls auf den Weg zu den Anderen.
Dort angekommen erzählte mir Katja begeistert von dem Museumsbesuch, bei dem es um den Australienforscher Ludwig Leichhart ging.
Als Mischka mit Flos Fahrrad ebenfalls ankam, machten wir uns auf den Weg zu einem kleinen Campingplatz. Zu einem günstigen Preis schlugen wir dort unsere Kohte auf und Tobi K. bereitete uns ein leckeres Abendessen aus Maisfladen und Buttergemüse.
Danach legten wir uns zum Schlafen in die Kohte und einige von uns bereiteten ihr Schlaflager draußen auf der Wiese.
So schliefen wir unter einem wunderschönen Sternenhimmel ein.

Sarah

Kommentare:
Draußen schlafen ist toll!!! =D
PFEFFER!!!!      Katja


Meine Sichtweise nach dem Sturz:
Im Krankenwagen ging es mir etwas besser. Ich sprach im Krankenwagen mit allen Anwesenden über meine momentane Verfassung.
Ein Sanitäter hielt es für sinnvoll mich mit einer Kanüle zu verbinden.
Da er sich an der verwundeten Hand 3mal verstochen hatte, brachte er sie doch an der rechten Hand an.
Im Krankhaus angekommen, wurde ich mehreren Tests unterzogen, die aber alle negativ ausfielen. Eine Krankenschwester, die im ganzen Patientenkreis als „dicke, böse Leni“ bekannt war, fuhr mich in ein Patientenzimmer, in dem schon zwei andere Jugendliche lagen.
Nach einem halbtündigen Schlaf,
ging es mir blendend und ich fühlte mich als Patient fehl am Platz.
Als ich erfuhr, dass die anderen beiden mit einer tiefen Fleisch-Wunde und einer zertrümmerten Kniescheibe das Bett hüteten, fühlte ich mich mit meinen 5 kleinen Schürfwunden erst recht missverstanden.
Der Besuch von Sara, Tobi v.R. und Beni lockerte jedoch die Stimmung für knapp eine Stunde.
Hoffnungsvoll erwartete ich Mischka, da ich mich in dem Glauben hielt, dass er mich mitnehmen könne. Um so größer war die Entäuschung, da ich bis zum nächsten Tag warten müsse, bis Gerhard mich mitnehmen könne.
Bedrückt legte ich mich, als Mischka verließ, schlafen.

Flo


Tag 8                        07.07.07

Der nächste Tag:
Hoffnungsvoll erwartete ich Gerhard am frühen Vormittag.
Als Gerhard endlich eintraf, nahmen wir ein Taxi und fuhren zu den anderen auf den Campingplatz.
Dort angekommen nahmen mich alle Wandervögel liebevoll wieder auf [hehe..süüß^^]
Und wir gingen sofort zur Morgenfeier, bei der wir uns mit dem größten Glück und Leid des Menschen befassten.
Anschließend übten wir die Sketche ein.
Gegen Mittag fuhren alle bis auf mich, Tobi K. und Jojo zur Stadt um Getränke zu holen.
Jojo wollte sich auf unserem Lagerplatz ausruhen und Tobi K. und ich gingen in die Kneipe und aßen Forelle und Jägerschnitzel. Nach einiger Zeit kahmen wieder alle zusammen.
Es wurden Getränke verteilt und dann ging es schon zum Abendessen.
Es gab Brennesel [Lachanfall^^gebrannter Esel?], Kartoffeleintopf à la Wandervogel.
Es hatte allen sichtlich geschmeckt und mit prall-gefülltem Magen legte sich die Gruppe schlafen.

Flo


Tag 9                        08.07.07

Nach dem Rasttag wurden wir am nächsten Tag um 6:00 Uhr von Gerhard geweckt, da wir um 8:00 abgeholt werden sollten.
Wir beeilten uns um rechtzeitig fertig zu werden.
Dies schafften wir zum Glück und konnten so mit den Mini-Bussen noch Kloster-Zinna erreichen.
Dort wurden wir im Kloster empfangen und bekamen eine Führung.
Dies war eine interessante Führung, bei der uns das Leben der Zisterzienser (einem Mönchsorden) erklärt wurde.
Die meisten aus unserer Gruppe hatten vorher keine Ahnung, dass es so einen Mönchsorden gab.
Nach der Führung gingen wir zu einer Gaststätte, wo wir ein sehr leckeres Mahl bekamen.
Nach dem Essen gingen wir in die Kirche der Mönche.
Dort betrachteten wir den Innenraum der Kirche.
Danach begaben wir uns nach Wittenberg.
Nach einer langen anstrengenden Fahrt erreichten wir gegen 22:30 Uhr ein Hotel, wo wir unsere Kothe aufbauten. Nach einem Abendessen aus Brot und Aufstrich, legten wir uns in die Kothe und schliefen.

Tobias K


Tag 10                            09.08.07

Rasttag in Wittenberg:
Nach dem Aufstehen begann ein ausgefüllter Tag. Einkäufe, wie das Kaufen eines Beils (eine Axt ist zufällig zerbrochen) und das Schärfen zweier Anderer.
Bald brachen wir zum Luther-Museum auf.
Dort wurde im Freien zu Mittag gegessen.
Nach einigen Diskussionen wegen des Einkaufsbudgets begann die Besichtigungstour.
Wir besichtigten einige Reliquien aus der Zeit Luthers.
Gegen Ende sahen wir noch einen Film, der ca nach 15 Minuten endete.
Mit ihm auch die Tour.
Bis 17:00 Uhr konnte jeder in Gruppen die Stadt Wittenberg besichtigen.
Am selbigen Abend verpflegte sich jeder selbst.
Am Camping Platz klagte noch der Besitzer, da wir vorige Nacht lautstark die Kohte aufbauten.
Doch letztendlich konnten wir nach dem aufregenden Tag zu Bett gehen, denn am nächsten Tag stand eine weitere Etappe der Radtour an.

Benny

Kommentare:
„eine Axt ist ZUFÄLLIG zerbrochen…“^^     Katja


Tag 11                            10.08.07

Wir sind um 6:30 Uhr aufgestanden.
Tobi, Jojo, Flo, Benny und Alex sind schon mal vorgefahren, weil Tobi v.R. einen Platten hatte.
Wir sind bis Aken gefahren und haben dann Rast gemacht.
Nach der Rast sind wir weitergefahren.
Flo, Tobi, Tobi und Alex haben sich verfahren.
Sie hatten einen Lagerplatz gesucht und die anderen eingefangen.
Dann haben wir die Kohte aufgebaut und geschlafen.

Alex Bär


Tag 13                            12.08.07

Nach dem Aufstehen, das abermals durch Gerhard’s musikalisches Weckritual eintrat, und der Morgenfeier, in der wir wieder über ein Element sprachen (wegen mangelnden Erinnerungen leider nicht mehr genau zu nennen) besprachen wir die heutige Route, deren Inhalt die Fahrt von unserem Lagerplatz ca. 1 km außerhalb Wettins zum Schwimmbad Grillenberg war. Die erste Gruppe war eine aus sieben Personen bestehende (Tobias K., Katja, Sarah, Florian, Benjamin, Mike und Johannes), da Alex, Tobias v. R. und Gerhard wegen der Notwendigkeit, Alex’ Fahrrad zu flicken, noch nicht imstande waren, es den anderen gleichzutun und ebenfalls aufzubrechen. Da wir die Saale zu überqueren hatten und keine Brücke vorhanden war, waren wir gezwungen, nach Wettin zurückzufahren, um den Fluss mit der Fähre zu überqueren. Kurz danach hieß ein Dorf, dass auf unserem Weg lag, Johannahall, dessen Schönheiten wir leider nicht zu bewundern in der Lage waren, da es sich auf einem Berg befand, dessen Steigung an den Justizvollzug grenzte und die seinesgleichen suchte. Die meisten schoben. Das war besonders bei Tobias K. verständlich, da ihm wegen einer defekten Gangschaltung nur der fünfte von ebensoviel Gängen zur Verfügung stand. Ich denke, es ist angebracht, zu erwähnen, dass er mit diesen schlechten Voraussetzungen die Fahrt auch beendete, was einer dreistelligen Kilometerzahl entspricht. Wir setzten unsere Fahrt fort und stellten fest, dass sich an diesem Tag positive Vorfälle mit negativen abzuwechseln pflegten:
Eine geographische Logik ist, dass es nach einer Steigung stets irgendwann bergab geht. So wurde uns nach den großen Anstrengungen auch dieses Mal dieses erholsame Vergnügen zuteil. Dann bemerkten wir, dass Mike und Sarah fehlten. Einer nach dem anderen begab sich zu dem Ort, an dem wir sie vermuteten, sodass nur noch Tobi und Benny ca. 200 Meter oberhalb auf die anderen warteten. Sie konnten nur vage ahnen, dass sich ihre Rückkehr hinziehen würde, denn wie sich herausstellte, war Mike’s Schlauch an einer Stelle durchgerissen, sodass er zwei Enden hatte. Wahrend die anderen rasteten, sich von den Pflaumen- und Apfelbäumen bedienten und Gespräche über Wohngegenden mit sozial tendenziell eher schwächeren Bewohnern führten, gelang es ihm schließlich, den Schaden zu beheben. Nach einiger Zeit kamen wir nach Eisleben, wo Martin Luther geboren worden und gestorben war und wo wir Gerhard begegneten, der in zweistündigem Aufenthalt bereits einen Museumsbesuch getätigt hatte. Da uns dazu die Zeit fehlte, beließen wir es bei einem kurzem Blick von Außen auf Luther’s Geburtshaus und sein Sterbehaus und fuhren dann weiter nach Grillenberg. Kurz vor dem Ziel ging es noch einmal ein Stück steil bergab, sodass wir erfrischt das Schwimmbad erreichten, wo uns Bademeister Amme herzlich willkommen hieß. Das Schwimmbad verfügte über moderne Ausstattung und wurde mit Quellwasser versorgt. Kurz darauf trafen auch Tobi v. R. und Alex ein, die unbewusst eine etwas längere Variante gewählt hatten. Somit konnte mit dem Kochen begonnen werden. Die Bratkartoffeln, die uns Alex vorsetzte, wären  bei ausreichender Menge und höherer Temperierung sicher noch schmackhafter gewesen. Herr Amme platzte geradezu vor Bemühen, selbst unseren nicht immer vollständig ausgesprochenen Bitten zu entsprechen. Den Abend verbrachten wir mit am Lagerfeuer Sitzen, bevor wir uns in die Horizontale begaben. In der Kohte schliefen nur Gerhard, Florian, Tobi K. und Johannes, da sich die anderen für das Bademeisterhäuschen entschieden und dort die Nacht in ungewöhnlichen Schlafpositionen verbrachten (auch Alex).

Johannes


Tag 14                            13.08.07

Heute war einerseits Rasttag, andererseits standen unsere Aufführungen auf dem Programm.

Früh stellte sich Herr Siegfried Amme, Bademeister, wieder bei uns ein und entfachte wie am Vorabend ein lustiges Feuer an der Feuerstelle. Er war schon gestern die  gute Seele gewesen, die uns z.B. für die Kohte Latten besorgte, und als diese nicht geeignet waren, mit seinen 66 Jahren behende über das Tor hinter dem Schwimmbad stieg und uns passende Rundhölzer suchte.

Bennie, der heute Küchendienst hatte, durfte dem Pförtner des Bades alle für den Tag benötigten Lebensmittel auf einen Zettel schreiben, und dieser brachte rechtzeitig zum Frühstück, das für 10.00 Uhr anberaumt war, Brot und Aufstrich und für die Mittagsmahlzeit alles, was Bennie sich für seine leckeren Pfannkuchen wünschte.

In kurzer Besprechungsrunde hatten wir schon gestern den Tagesablauf festgelegt: Nach dem Frühstück um 10.00 Uhr Einzelproben für das Theaterstück, 13.00 Uhr Mittagessen (Vorbereitung ab 12.00 Uhr), 13.30 Uhr Probe der Lagerzirkusszenen, 15.00 Uhr Umzug mit den Gästen durch Grillenberg und auf seine Burg, 18.00 Uhr Beginn des offiziellen Abendprogramms (siehe Bilddatei unter Bericht!), das um 21.30 Uhr enden sollte.

Doch nach Bertolt Brecht „Du machst Dir einen Plan, der Plan, der reicht nicht aus“ brauchten  die Einzelproben mehr Zeit, und das Pfannkuchenbacken dauerte ...  Bennie und seine Helfer Mike und Alex waren pausenlos am Backen in der Grillhütte. Das Feuer war mit Herrn Ammes Grill-Anzündern angezündet worden, und Finder hackte kleine Holzstücke zum Nachlegen.

Um 15.15 Uhr beendete Bennie, obwohl noch viel Teig da war, den Backvorgang.
Herr Sonntag unterhielt derweilen die gekommenen Ferienkinder mit Schalmeienklängen und lustigen Reden, bis wir Wandervögel um 15.20 Uhr schließlich alle eingetrudelt waren.

In langer Reihe, zu zweien abgezählt, marschierte dann der von uns Wandervögeln beschlossene Zug nach Grillenberg. Nach einigem Widerstand hatten alle Gruppenmitglieder des WV Langen ihre hellblauen Sommerfahrt-T-Shirts angezogen, von Katja entworfen und mit Hilfe von Sarah gerade noch rechtzeitig hergestellt – denn sehr sauber waren sie alle nicht mehr. Nur Mike hatte schon zu Beginn der Fahrt sein T-Shirt verschlampt und stach nun mit seinem orangenen grell aus der Gruppe hervor.

In Grillenberg angekommen verteilte Herr Sonntag allerlei Gerät, z.B. Hellebarden, Fackeln. Sie wurden nach kurzen Wegstrecken wieder an andere Träger weitergegeben, so dass möglichst jeder Teilnehmer einmal Träger gewesen war. Sie bildeten den Anfang und das Ende des Zuges. Vorweg aber zogen zwei Pferdchen und ein Esel, deren Reiter ebenfalls ständig wechselten. Sarah meinte, sie wäre gerne noch eine Zeitlang länger geritten.

An des Bürgermeisters Haus machten wir vor einem großen Modell der Doppelburg Grillenberg Halt, und Herr Sonntag in seiner mittelalterlichen Tracht wusste vielerei Fragen zum Mittelalter zu stellen und Anekdoten zur alten und neuen Burg zu erzählen, die nur eine Amtsburg gewesen war. Beim Weitergehen folgte noch eine lustige Erzählung über einen Flurnamen, der von dem Streit zwischen zwei Bauern herrührte, wer zuerst das meiste Gras gemäht hätte. Mit Schalmeienklang, vor allem altenglischen Weisen, ging es dann weiter.

Nach vielen Pausen mit Wechseln von Gegenständen und Pferden standen dann schließlich alle am Fuß der Burg, und es gab kleine Wettbewerbe.

Als es dann gleich wieder zurückgehen sollte, bat ich, dass die Wandervögel in die Ruine hinaufklettern und sich die Ruine ansehen dürften.
Das geschah dann, und Finder hinterher kletterten fast alle auf der anderen Seite steil hinunter und wieder herauf, und wir sangen die erste Strophe des Liedes „Burgen müssen stehen“.

Wieder bei den anderen zurück durften wir dann gleich noch ein Lied singen: „Nun greift in die Saiten“. Dann verließen wir kurz nach 17.00 Uhr die Gesamtgruppe, um unsere Sketsche für den Abend zu üben.

Eine gute Stunde von 17.30 – 18.45 Uhr probten wir die vier Lagerzirkus-Spiele durch, während das abendliche Fest parallel ab 18.00 Uhr mit Bogenschießen, Wollspinnen, Getränke- und Gegrilltem-Verkauf und Musik und Gesang von Herrn Sonntag (mit Gitarrenbegleitung) mit seiner Frau (Trommelbegleitung) schon begann.
Da für Bennies Abendessen nun keine Zeit mehr war, kauften sich alle Hungrigen eine Thüringer Bratwurst mit Brötchen, wobei das Abendessen dann am nächsten Morgen als Frühstück dienen konnte.

Nach Singe-Vorträgen von Familie Sonntag, zu denen viele kleine Kinder tanzten, begann unser Programm dann etwa um 19.20 Uhr.
Wir leiteten unsere Vorführungen mit dem Lied „Mädchen, Männer, Meister wert, kommt in diese Runde“ ein.
Dann folgte das erste Lagerzirkusspiel „Das Denkmal“. Finder als ursprüngliches Denkmal wurde von Tobias Kahse vom Sockel entfernt und weggetragen. Letzterer erklärte dann, er wolle sich am Dorf für schlechte Behandlung im Gefängnis rächen, und stellte sich auf den Sockel (Stuhl). Ein Polizist (Mike) trat mit Finder als Polizeihund auf und verkündete, dass er einen verschwundenen Schwerverbrecher suche, zog aber den am Denkmal schnuppernden Hund immer wieder weg.
Hier begann nun reines Pantomimenspiel.
Ein Maler (Sarah) trat auf und skizzierte das Denkmal, das sich zunächst zur Verwunderung des Malers drehte, zweimal seine Stellung änderte, so dass das Skizzenblatt zu Boden flog. Als aber das Denkmal dem Maler eine Nase drehte, entfloh letzterer voll Entsetzen und das Denkmal rieb sich die Hände, das Publikum lachte und klatschte Beifall.
Auftritt eines hübschen jungen Mädchens ( schön herausstaffierter Alex) und eines ebenso hübschen jungen Burschen (Florian), die an den Ecken der Bank sich niedersetzen und einander sehnsuchtsvolle Blicke zuwerfen, schließlich immer näher rücken und vom Denkmal gestreichelt sich in die Arme fallen. Vom Denkmal an den Haaren gezogen rücken sie voneinander ab, bis sie sich erneut zärtlich umfangen. Diesmal treibt es das Denkmal ärger und gibt beiden harte Kopfnüsse, so dass sie sich empört in verschiedene Richtungen entfernen. (Publikumsbeifall).
Nun treten zwei Bauern auf (Johannes und Benjamin), die ihr Essen und Trinken dem Denkmal zu Füßen legen und sich schlafen legen. Immer wenn sich das Denkmal an der Flasche oder dem Brot gütlich tut, schnarcht einer der beiden Bauern, und schnell legt das Denkmal Trinkflasche bzw. Essen zurück. Als die beiden aufwachen, ist alles verzehrt. In grotesker Weise sich und das verschwundene Essen musternd krempeln sie die Ärmel hoch, schlagen auf einander ein und rollen ringend von der Bühne.
Das Publikum lachte und klatschte Beifall.

Entzückt das Denkmal betrachtend naht nun eine Putzfrau (Katja) und reinigt nachdrücklich, so dass das Denkmal sein Gesicht verziehen muss, alle Gesichtsteile, dann den Körper bis zu den Füßen. Als sie dann den Eimer über das Denkmal kippt, flieht dieses und sie fällt in Ohnmacht. Verbeugung der Schauspieler und Abtransport der Putzfrau an Händen und Füßen.
Reichlicher Beifall folgte.

Darauf sangen wir das Kaktuslied „Blumen im Garten“, und Katja sagte das zweite Lagerzirkusspiel an: „Die Läusebank“.
Florian als Strolch hatte die Hauptrolle und legte sich auf die Bank. Ein intellektueller Zeitungsleser verlangt einen Platz auf der Bank. Der Strolch liest angelegentlich von allen Seiten mit, zerrt die Zeitung ganz weg u.s.w.
In diesem Augenblick kommt ein hübsches junges Mädchen (Sarah) und beginnt, sich auf der anderen Bankseite zu schminken. Der Strolch schminkt und pudert das Mädchen und sich tüchtig mit, während sich letzteres nach Kräften wehrt.
Auftritt nun ein altes Männchen (Alex) und setzt sich neben den Zeitungsleser. Der Strolch wackelt so lange am Stock mit, bis der Alte geht.
Es naht ein Geistlicher (Tobias K.), der erst den Alten, dann alle auf der Bank Sitzenden segnet. Der Strolch segnet den Geistlichen, der das aber sehr krumm nimmt und ihm pantomimisch Vorhaltungen macht.
Schließlich setzt sich der Strolch neben das Mädchen und beginnt sich zu jucken. Sie juckt sich mit, er fängt bei ihr einen Floh und kratzt bei ihr mit, so dass sie das Weite sucht. Ähnlich macht es der Strolch bei jedem anderen auf der Bank Sitzenden. Als alle geflohen sind, sagt er dem Publikum: „Flöhe hab’ ich keene, aber ’ne Bank für mich alleene,“ und streckt sich darauf aus.
Schmunzelnder Beifall des Publikums.

Wir singen „Nun greift in die Saiten“ und es folgt der dritte Sketsch „Die Lügenmumie“. Auftritt der Vater (Tobi K.) mit der Lügenmumie (Finder). Hinzukommt der Sohn, der vom Vater befragt, behauptet, dass alles in der Schule glatt gelaufen sei. Bei jeder Unwahrheit wackelt die Mumie. In der Mathematikarbeit hat der Sohn keine 3, keine 4, keine 5, sondern eine 6. Jetzt erst verharrt die Lügenmumie in ihrer Stellung. Als aber der Vater erzählt, dass früher alles ganz anders gewesen sei und er lauter Einsen und Zweien nach Hause gebracht habe, sällt die Lügenmumie um.
Das Publikum dankte mit Gelächter und Beifall.
Wir sangen nun den vierstimmigen Kanon „Heho, heho, alle Männer her an Bord“, und es folgte  der Sketsch „Fritzchen ist krank.“ Fritzchen (Benjamin) schreit in einem fort: „Aua, aua, aua, ich habe Kopfweh. Aua, aua, aua, ich habe Zahnweh, aua, aua, aua, ich habe Halsweh, aua, aua, aua, ich habe Bauchweh.“
Die verzweifelte Mutter (Katja) ruft einen Arzt (Florian) an. Der verbittet sich jede Einmischung der Mutter in seine Behandlung und treibt die Mutter in immer größere Verzweiflung. Denn erst verlangt er von der Mutter eine Zange, dann einen Hammer und schließlich ein Beil. Bei jedem Nahen und Hämmern des Arztes schreit Fritzchen lauter, die Mutter krümmt sich vor inneren Schmerzen. Schließlich kommt der Arzt heraus und sagt der Mutter: „Leider kann ich Ihrem Fritzchen nicht helfen.“ Darauf fällt die Mutter in Ohnmacht. Dann weist der Doktor das Publikum auf seinen Koffer hin und sagt: „Ich konnte ihn einfach nicht öffnen.“
Nach dem Beifall des Publikums sangen wir das Lied „Die Gedanken sind frei“, wozu ich vorher einige unserer Liedblätter zum Mitsingen im Publikum ausgeteilt hatte.

Während die Gruppe sich nun größtenteils in Richtung Schwimmbad verflüchtigte, sang ich mit den verbleibenden Jugendlichen und Erwachsenen rund um die Feuerstelle noch viele Lieder.

Den Abschluss bildete eine beeindruckende Show von Herrn Sonntag vor allem zu Liedern der Carmina Burana: er jonglierte mit brennenden Elementen und zeigte sich als Meister im Feuerspucken.

Nach dem Fest berieten uns noch Herr Amme und Bürgermeister Bremer, wie wir am nächsten Tag fahren sollten, und Finder fand eine verkürzte Strecke, allerdings auf Straßen, nicht mehr auf Wanderwegen.

Nach unserem Abendlied schliefen sechs Leute  im Versammlungsraum des Schwimmbads, nur vier noch in der kalten Kohte. 

Gerhard
 
 

Tag 15                                14.08.07

Am nächsten Morgen packten wir unsere Sachen, bauten das Zelt ab und verspeisten die restlichen Pfannenkuchen, da wir noch Teig übrig hatten.
Nach dem wir gesättigt und bereit für die Abfahrt waren, verabschiedeten wir uns vom Bademeister, der uns so toll unterstützt hatte, und fuhren in zwei Gruppen los.
Zuerst startete „meine Gruppe“ mit den beiden Tobis, Flo, Sarah und mir,
dann fuhren Jojo, Benni, Mike, Alex und zuletzt auch Gerhard los.
Nach ca 200 Metern hielten wir das erste Mal um uns zu vergewissern, dass wir auch den richtigen Weg  nahmen.
Als das feststand (und nachdem ich mich und Sarah von der Senkrechten in die Waagerechte gebracht hatte…) fuhren wir immer weiter einen Berg hinauf.
Einen Moment später funktionierte Sarahs Schaltung nicht mehr und so quälte sie sich immer ein paar Meter hinter uns den Berg hoch..
Oben angekommen, und nachdem Sarahs Schaltung wieder funktionierte, stellten wir fest, dass wir auf den falschen Berg gefahren waren, und so entschieden wir uns einen Schleichweg zu probieren, der uns ins Nichts führte.
Also drehten wir um, fuhren zurück und nahmen den nächsten Schleichweg.
Der schien auch erstmal richtig…
Zumindest kamen wir auf einem Weg raus, der uns zu einem Dorf führte.
Oben auf einem Hügel rief Gerhard an, und fragte, wie lange wir noch brauchen würden.
Da wir komplett die Orientierung verloren hatten, sausten wir mit rasender Geschwindigkeit den Berg hinunter (ohne auf die Kerben im Boden zu achten..) um uns unten zu erkundigen wie wir weiterfahren mussten.
Im Dorf angekommen stellten wir fest, dass wir uns in einem weiten Kreis um unseren Ausgangspunkt, das Schwimmbad in Grillenberg bewegten, und um doch noch irgendwie an unser Ziel zu gelangen hätten wir dem Weg, von dem wir abgefahren waren, um ins Dorf zu gelangen, folgen müssen.
Also schoben wir die Abfahrt wieder hoch und fuhren den Weg, den uns eine Frau beschrieben hatte weiter.
Nach einer Weile kamen wir an einer „Kreuzung“ an, wo wir unserer Meinung nach abbiegen mussten. Die Frau hatte uns ja gesagt, dass der Weg ein wenig matschig und nicht so gut befahrbar war, doch auf etwas wie diesen Weg waren wir nicht vorbereitet!
Wir „fuhren“, schoben, kletterten den Weg ca. einen halben Kilometer, bis wir uns völlig entkräftet und von mehreren Lachkrämpfen geplagt in den Schlamm fallen ließen und erstmal Pause machten.
Wieder ein wenig zu Kräften gekommen entschieden wir, dass dieser Weg wohl der falsche war und kehrten um.
Wir folgten also dem anderen Weg weiter und kamen dann etwa anderthalb Stunden, nachdem Gerhard angerufen hatte, auf der anderen Seite des Dorfes raus..
Wir umrundeten also nicht nur unseren Ausgangspunkt, sondern mittlerweile auch das andere Dorf…
Nun klingelte mein Handy zum zweiten Mal und Gerhard wollte wissen, wo wir denn nun seien…
Den Punkt, wo er zum ersten Mal angerufen hatte, konnte ich noch mit bloßem Auge erkennen…
Wir machten uns wieder auf den Weg und fuhren dann endlich in die richtige Richtung.
Nach einer Weile kamen wir dann auch an unserem Tagesziel an, wobei wir den Kyffhäuser, der ein Denkmal war, das wir uns eigentlich ansehen wollten, übersprangen, da es mittlerweile doch recht spät geworden war.
Auf dem Campingplatz wurden wir schon von den anderen erwartet, die natürlich schon lange dort waren.
Schnell begannen wir die Kothe aufzustellen und gingen dann aufgrund akuter Müdigkeit auch bald ins Bett, um Kraft und hoffentlich mehr Orientierungssinn für den nächsten Tag zu sammeln.

Katja

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Tag 16                                15.08.07

Im Seecamping Kelbra am Fuß des Harz wecke ich morgens um 7.15 Uhr nur mit Gitarrenspiel „Auf, auf zum fröhlichen Jagen“, denn das übrige Lager soll nicht durch Gesang geweckt werden. Für die kurzen wichtigen Ansagen richten sich alle in ihren Schlafsäcken auf und gehen gleich duschen.
Um 8.45 Uhr haben alle gepackt, für Sarah hat Finder ihre Kohtenplane zu einem kleinen Päckchen gewickelt. Der Platz wird abgesucht, dann gehen wir zum Kiosk, wo Brötchen, Butter und Käse gekauft werden. Selbstgemachter weißer Johannisbeergelee und Pfirsichgelee wurde schon gestern im Naturkostladen in Tileda (am Fuß des Kyffhäuser) gekauft. Alex fragt nach „Fleisch“. Ich vertröste ihn auf den Spießbraten am Abend.
Nach dem Frühstück brechen die ersten kurz nach 9.30 Uhr auf: Tobi K., Florian, Johannes und Alex, gegen 10.00 Uhr folgt die zweite Gruppe mit Katja, Sarah, Finder, der noch ein Fahrrad reparierte, Bennie, Mike, danach fahre ich.
Gleich westlich des Seecampings war ein Fußweg nach Auleben ausgewiesen. Ich hatte zwar für den heutigen Tag Straßenfahrten angekündigt, folgte aber diesem Weg trotzdem und traf schon bald die Mädchen, Finder, Mike und Bennie, die sich an Pflaumen labten. Überall am Weg standen unzählige Pflaumenbäume, dahinter schimmerte der See auf, vor uns ein steiniger Wiesenweg mit Wasserpfützen, und am Schluss fanden wir noch einen herrlichen Mirabellenbaum.
Ich fahre wieder allein, komme an einer Hügelgräberanlage vorbei, wo ich – an einer Hütte -  kurze Rast mache und mein Hinterrad aufpumpe. Bei der Weiterfahrt erstrecken sich unendlich weite Felder nach allen Seiten, leichter Wind kommt im Sonnenschein auf, und ich atme warmen, süßen Kornduft mit vollen Zügen ein.
Rechts am Wegrand lag ein toter Fuchs, links tauchten riesige Gebäudekomplexe auf, es stank entsetzlich: eine riesige Schweinemastanlage. Ob deshalb beim Ortsschild der Name des Ortes getilgt war und nur ein Pfeil übrig geblieben war?
In Heringen an der Helme fuhr ich einen kleinen Umweg zum Schloss:
der Hauptbau, ein in Restaurierung befindliches riesiges Gebäude mit sieben Stockwerken.
Mittagsrast machte ich eine gute Stunde zwischen Steinbrücken und Wollersleben (an der Straße nach Wolkramshausen). Die Sonne schien sehr warm, ich aß „Nora“ mit Wasser, schrieb etwas Tagebuch und schlief einige Minuten.
Wohl in Wipperdorf lockte ein tegut-Geschäft. Hier kaufte ich Tschajzutaten für denAbend und eine Flasche Multivitaminsaft. Es war wieder sehr heiß. Der Inhaber des tegut-Geschäfts sprach mich an: Jungen mit dem gleichen T-Shirt seien vor einer halben Stunde abgefahren, hätten hier gegessen.
Ich machte mir so meine Gedanken: Die Notration schmeckte ihnen wohl nicht, Taschengeld hatten sie übergenug, und Tobi K. hatte ja schon Tage vorher geäußert, sie sei ihm zu süß.
Jedenfalls hatten sie sich gewiss gut gestärkt.

Um 17.00 Uhr sollte ich am Ziel, also in Buhla, sein, traf dort aber erst eine halbe Stunde später ein. Alle waren da, schon seit 2 ½ Stunden, und wie ich am 17.8., als ich mein Fahrrad abends in Buhla abholte, von dem Ehepaar Agel erfuhr, hatte es die Gruppe mit Brot. Aufstrich und Getränken zuvor gut verwöhnt. Bei diesem Gespräch lobten die Agels die ganze Gruppe und die Fahrtunternehmung als solche. Besonders freute sich Frau Agel über Katjas Brief, den wir alle am nächsten Tag unterschrieben hatten und den sie in ihrem Ordner mit besonderen Briefen aufheben wolle.
Auch die Hälfte des Spießbratens, den Herr Agel sich bereiterklärt hatte, für uns zu besorgen, schenkte er uns, den Rest hatte Johannes, fleißiger Kassenwart, schon bezahlt.
Für jeden wollte das Ehepaar noch eine Liter-Flasche Mineralwasser mitgeben. Ich aber meinte, das passe nicht zum Stil einer Ritterburg, wir könnten das Wasser ja am nächsten Morgen trinken. Erstaunlich, dass niemand in der Gruppe laut murrte! So wurden die drei Hordentöpfe und der Wassersack mit Wasser gefüllt. Nur das Gepäck, das wir oben brauchten, Zeltmaterial, Schlaf- und Essenssachen, wurden zusammengepackt und in einer langen Reihe hingelegt. Jeder nahm einen Rucksack oder was er auf dem Rücken tragen wollte, und für jeden blieb genau noch ein weiteres Gepäckstück, das nun den Berg hinaufzutragen war. Familie Agel lud uns ein, am nächsten Morgen in seiner Abwesenheit bei ihm zu frühstücken, und wir bedankten uns für alle erwiesene Güte.

Beim Aufstieg übernahm ich wieder das Ende. Alex klagte wegen seines schweren Fahrradsacks, den er auf dem Rücken trug, und konnte sein übriges Gepäck los werden. Mit mir den Rucksack tauschen wollte er aber nicht ...
Der Weg zog sich lang dahin, und einmal ließ ich Axel und Mike warten und ging den gut ausgetretenen Pfad nach Wahlrode (nördlich der Hasenburg), wovon aber kein Weg zur Hasenburg hinaufführte.
Als wir oben eintrafen, fing es bald heftig an zu regnen. Wir flohen unter dichtes Baumgestrüpp und verteilten die Aufgaben. Finder mit seinen beiden Helfern war diesmal der Koch und machte sich gleich ans Holzsuchen. Johannes und Florian machten sich ans Kohtenstangenbesorgen. Eine geeignete Feuerstelle gab es bereits in einer Senke auf dem Burgplatz. Dieser aber war nur an einem Schild erkennbar. Nach Norden hin hatten wir einen herrlichen Blick hinunter auf Walrode, gegenüber zum Harz.
Nach längerer erfolgloser Suche nach einem  Kohtenplatz fand ich dann direkt vor dem Schild mit der Geschichte der Burg eine geeignete Stelle. Katja und Sarah engagierten sich mit dem Vermessen und Einschlagen der Häringe, der Regen hatte aufgehört, und die Stimmung wurde wieder besser. Und dann stand die Trollkohte mit den Innenstangen so gut und bot so viel Raum, dass alle begeistert waren.
Finder hatte ein hohes Feuer entfacht, und ein Spieß für den Spießbraten war gefunden.
In diesem Augenblick tauchte unversehens Mischka auf. Mit ihm suchte ich zwei Stöcke mit Astgabeln, worin sich der Spieß drehen ließ. Finder reihte die Fleischstücke auf den Spieß, schippte mit dem Spaten Glut darunter. Unsere Astgabeln waren zu hoch, also mussten sie gekürzt und wieder eingegraben werden. Katja drehte nun den Spieß und bereitete mit mir den Tschaj vor. Auch die Kartoffeln wurden übers Feuer gestellt, daneben bald der Tschajtopf.
Nun fand das für den Kyffhäuser vorgesehene Gespräch ßber „Freunde, Kameraden, Individualisten und Helden“ statt; mit letzteren wurden noch Krankenschwestern verglichen.
Recht übereinstimmend wurden die Eigenschaften der drei ersten Figuren geschildert und bewertet. Verschiedene Meinungen gab es bei den Helden. Ich fragte nach konkreten Namen von Helden. Vor allem Helden aus Sagen wurden erwähnt, aber auch Mütter, die für ihre Kinder kämpften.
Ich erzählte die Sage von Herkules am Scheidewege. Dieser hatte die Wahl zwischen den Angeboten zweier Frauen. Die eine bot ihm als Königs- und Göttersohn ein luxuriöses Leben, die andere ein mühe-, aber ruhmvolles im Dienste von Schwachen, Unterdrückten und Hilfesuchenden. Herakles wählte den zweiten Weg eines Helden. Mischka verwies darauf. wie es Menschen ohne solche Heldentaten ergehen würde.

Danach wurden aus dem Tagebuch reihum die seither geschriebenen Tagesberichte von den Schreibern verlesen, Katja las gleich neben ihrem eigenen die von Bianca und Liam vor.
Währenddessen und nach dem Lied „Nun lustig, lustig, ihr lieben Brüder“ kreiste der Tschaj, der allen mundete, sogar Alex, der zuvor allerlei Schreckliches in dem Getränk witterte.
Gegen Mitternacht wurde dann den Kartoffeln und dem Quark zugesprochen. Und gegen 1. 00 Uhr war es dann so weit: Der erstaunlich gut durchgebratene und herrlich gewürzte Spießbraten wurde vom Spieß gestreift, und alle konnten sich ein Stück nehmen und daran laben. Auch Bennie, der sich als einziger hingelegt hatte, bekam sein Teil ab.
Der schöne Abend, mit weitem Blick ins Tal und zu den Sternen, klang mit dem Lied von den Elchen aus.
Kaum lagen alle in der Kohte, als ein heftiger Sturm begann. Die Kohte wurde weit aufgeblasen. Schnell verschloss ich die oberen Schnüre des Eingangs. Dann prasselte heftiger Regen herunter. Aber alle, außer Alex, der wohl über sich die Kohtenplane berührt hatte, blieben trocken. Die mit Innenstangen aufgebaute Troll-Kohte hatte sich gut bewährt und bot uns elfen hinreichend Platz.

Gerhard


Nochmals Tag 16                                15.08.07

Aufstieg  zur Hasenburg
Als wir morgens um 7.00 Uhr geweckt wurden, hatten wir zuerst einmal Zeit um uns zu duschen und wach zu werden. Nachdem alle sauber waren, bauten wir die Kothe ab und packten unsere Sachen.
Da wir alle Hunger hatten, begaben wir uns zu dem “Mini-Supermarkt” auf dem Campingplatz und kauften Brötchen, Milch und Butter. Nach dem Einkauf setzten wir uns an zwei Tische und aßen.
Als wir fertig waren, teilten wir uns in drei Gruppen und fuhren los. Es war eine sehr schöne Strecke, die sich sehr gut fahren ließ. Deshalb waren auch alle, außer Gerhard, zwischen 15.30 und 16.00 Uhr in Buhla bei Plegedienst Hartwig Agel, wo wir von Herr und Frau Agel sehr herzlich begrüßt wurden und Essen und Trinken bekamen. Gegen 17.00 Uhr kam dann auch Gerhard und wir packten nur die nötigsten Sachen (Schlafsack, Poncho und Essbesteck) und begaben uns zum Aufstieg.
Dieser war sehr anstrengend, da es ca. 2 km sehr steil bergauf ging und wir insgesamt auch noch ungefähr 40 l Wasser in drei Hopos und einem Wassersack mitschleppen mussten. Doch als wir oben ankamen, wurden wir mit einem wunderschönen Ausblick belohnt. Wir verteilten wie immer die Aufgaben und alle machten sich ans Werk. Später wurden wir bei unseren Aufgaben von einem kurzen Schauer gestört. Beim Feuermachen und Kochen störten vor allem fliegende Ameisen, die sich in Scharen sammelten und auf uns losgingen. Nachdem das Feuer loderte, dauerte es sehr lange, bis das Essen fertig war. Als wir dann endlich essen konnten, war es etwa 23.30 Uhr, doch die lange Wartezeit hatte sich gelohnt, das Essen war köstlich. Nach dem Essen waren alle müde und legten sich zum Schlafen hin.


Tobias K.



Tag 17                                16.08.07

Heute standen wir gewohnt früh auf, um rechtzeitig wieder unten zu sein. Der Abstieg stellte sich logischerweise nicht so beschwerlich dar, und als wir unten waren, wurden Frühstückssachen besorgt.
Nach dem Frühstück fuhren alle los, doch nach maximal einem km musste Benny zurück zu Gerhard und Mischka fahren, da sein Hinterreifen mittlerweile so stark demoliert war, dass eine Weiterfahrt unmöglich war. Eine Person weniger fuhren wir mit ständigem sehr starkem Wind weiter, aber nach 20 km waren alle, außer Johannes, so K.O., dass wir beschlossen, mit der Bahn zu fahren. Nur Johannes fuhr dann alleine weiter, während wir anderen zum Bahnhof fuhren. Dort angekommen kauften wir Fahrkarten nach Bad Sooden-Allendorf. Wir gingen auf Gleis 2 und warteten auf den Zug, der dann auch 10 Minuten später kam. Doch dieser Zug hatte sehr schmale Türen und wir hatten noch das Gepäck auf den Fahrrädern, also ließen wir den Zug weiterfahren. Was wir zu dieser Zeit noch nicht wussten war, dass der nächste Zug erst in zwei Stunden kam. So warteten wir und aßen zu Mittag.
Nach zwei Stunden kam dann endlich der Zug und wir stiegen ein. Aber nach wenigen Minuten hieß es Endstation und wir mussten umsteigen. Danach mussten auf ein anderes Gleis spurten um dort wieder hastig in den nächsten Zug einzusteigen. Doch letztendlich kamen wir in Bad Sooden-Allendorf an.
Dort fuhren wir nach Asbach und von dort schoben wir hoch zur Burg Altenstein. Dort trafen wir viele Leute aus Asbach, die nur wegen uns hochgekommen sind. Nachdem wir das Feuer angemacht hatten, mit dem Holz, dass uns die Kinder gesammelt hatten, begann Mike Griesbrei zu kochen (die Milch bekamen wir frisch von einem netten Landwirt umsonst). Nach dem Essen spielten wir noch unsere Sketche und sangen. Danach setzten wir uns ums Lagerfeuer und tranken Chai. Dann legten wir uns hin zum Schlafen.

Tobias K.

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Ergänzungen:

Tag 18                                17.08.07

Am letzten Tag haben wir lang geschlafen. Es gab sehr viele Dinge zum Frühstück. Danach packten wir unsere Sachen ein. Wir verabschiedeten uns voneinander.
Danach fuhren Mischka, Johannes und ich noch zu Gerhard.
Als wir dann unterwegs waren, hielten wir gegen Mittag an und aßen etwas. Wir kamen gegen Nachmittag in Langen, wo man uns schon erwartete, an. Gegen sieben Uhr holten mich meine Eltern ab und wir fuhren nach Hause.

Mike


Kommentare:
Ergänzungen: - Wir kamen Dank Tobi Kahses Mutter auch sehr gut nachhause =)    Katja
            - Am letzten Morgen gab es auf dem Lagerplatz noch eine Schlussrunde,
           bei der jeder das ihm Schönste und das ihm Unschönste der
  18-Tagetour nannte.
   Ferner suchten wir gemeinsam in langer Kette den Lagerplatz nach Unrat ab.
   Gerhard

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